„101 Referat – Wie du bessere Vorträge an der Uni hältst“

Bei vielen von uns hat das Semester wieder angefangen. In den Seminaren, Übungen und Tutorien werden jetzt die neuen Referate vergeben. Doch was genau bedeutet das für dich? Was macht ein Referat aus und wie schaffst du es, ein sehr gutes Referat abzuliefern ohne nervös zu sein? Welche Anforderungen gibt es, wie lang soll dein Vortrag sein, wie kommst du an gute Literatur, brauchst du wirklich ein Manuskript und was ist eine gelungene Präsentation? Diese und anderen Fragen möchte ich in dieser Reihe abarbeiten.

101 Referat

Der Beitrag richtet sich sowohl an all euch Erstis da draußen, als auch an bereits fortgeschrittene Studenten, die vielleicht noch das eine oder andere verbessern möchten. Anwendbar sind die Tipps in den meisten Fächern, ich kenne die Methoden aus der Kunstgeschichte und anderen Geisteswissenschaften.

Was ist ein Referat?

Ein Referat ist in erster Linie ein mündlicher Vortrag, der zu Hause ausgearbeitet und im Plenum vorgetragen wird. In einem Referat geht es vor allem darum, das zugeteilte oder ausgesuchte Thema zu beleuchten, einen mehr oder weniger groben Überblick darüber zu geben und dann, am Ende des Semesters diesen gegebenenfalls näher auszuarbreiten, woraus dann deine Hausarbeit entsteht.

Was ein Referat ist:

  • Eine Vorstellung des Themas
  • Ein mündlicher und wissenschaftlicher Vortrag
  • Die Präsentation von Bildmaterial
  • Gut durchdacht und gegliedert (Roter Faden)
  • Ein Vortrag bei dem deine Kommilitonen etwas lernen
  • Ein erster Einstieg in dein Hausarbeitsthema

Was ein Referat nicht ist:

  • Eine vorgelesene Hausarbeit
  • Geschwafel ohne Inhalt um 30 Minuten vollzubekommen
  • Ein Laufsteg, um dich ultra lässig und „outgoing“ zu präsentieren

Die Themenvergabe

Die Themen werden meist von den Dozenten vorgegeben und in der ersten Sitzung des Semesters verteilt. Hier heißt es: Wer zu erst kommt, mahlt zu erst. Es lohnt sich also, dich schnell zu entscheiden. Manchmal werden die Themen auch im Vorfeld über E-Mails oder E-Learning-Plattformen vergeben. Dort musst du dir z.B. drei mögliche Themen aussuchen, die der Dozent dann zueilt.

Am besten ist es natürlich, wenn du dein absolutes Wunschthema bekommst, doch auch wenn dich das Thema zunächst nicht sehr interessiert, kannst du daraus ein tolles Referat zaubern!

Wie lang ist ein Referat?

Wie lang ein Referat ist hängt von vielen Faktoren ab. Wie groß ist dein Seminar, müssen nur fünf oder eher 25 Leute ein Referat halten? Wie viele Leistungspunkte bekommst du für das Referat? Hältst du ihr das Referat in einer Gruppe oder alleine?

Bei uns gibt es vor allem drei Typen von Referaten: Das Proseminar Referat, das etwa 20-25 Minuten lang ist, das Hauptseminar Referat, das 40-45 Minuten Redezeit umfasst und kleine Referate, die in Übungen und Tutorien lediglich einen kurzen Überblick geben sollen, diese sind meist 10 Minuten lang.

Wie lang ist die Vorbereitungszeit?

Meist sind die Termine für die einzelnen Referatsthemen im Seminarplan festgelegt. Das bedeutet, dass der eine nur eine Woche und der andere knapp 15 Wochen Zeit zum Erstellen des Vortrags hat. Das ist natürlich ein wenig unfair, aber beides funktioniert! (Bei den ersten Referaten sind die Dozenten meist gnädig, was die Vorträge anbelangt).

Wie lange du für die Vorbereitung brauchst hängt sowohl von deinem Thema, der Länge des Vortrages als auch von deiner eigenen Geschwindigkeit ab. Nicht zuletzt ist auch dein Anspruch an dich selbst entscheidend.

Sicherlich kannst du ein Referat innerhalb von zwei Tagen runter hacken, doch es wird dann nicht gut werden. Dein Dozent und auch die Studenten merken, wenn dein Referat nur mal eben auf die Schnelle erstellt wurde und das ist dann vor allem für dich selbst unangenehm, schließlich sitzt du vorne und musst den verwirrten Blicken standhalten. Mit Aufschieben tust du dir selbst also keinen Gefallen!

Du brauchst Zeit, um eine Gliederung zu erstellen, um Literatur zu sondieren, sie zu lesen und deine Gedanken dazu aufzuschreiben. Dann kommt noch die Bildrecherche dazu, die bei uns Kunsthistorikern einen immensen Teil der Arbeit einnimmt. Diese musst du dann in eine Präsentation einbinden, die auf den Text abgestimmt ist. Außerdem brauchst du Zeit, um deine Präsentation gemeinsam mit dem Text durchzugehen.

Also, mein Tipp: Fange so früh wie möglich mit der Literatursuche an und arbeite kontinulierlich an deinem Referat, so bist du auf alles vorbereitet und kannst ganz entspannt dein Thema vortragen.

Für wen gelten diese Tipps?

Last but not least: Die Anforderungen an ein Referat sind universitätsspezifisch und variieren teilweise sogar von Lehrperson zu Lehrperson. Ich versuche, dir ein paar Basics an die Hand zu geben, die du größtenteils unabhängig von Termin, Länge etc. nutzen kannst. Achte aber trotzdem immer darauf, was dein Dozent erwartet und halte dich an seine Vorgaben.


 

Nun bist du dran: Womit hast du Probleme bei Referaten? Wo siehst du große Fragezeichen oder möchtest du einfach etwas loswerfen? Ist überhaupt Bedarf für das Thema da?

Lass einen Kommentar da und ich werde versuchen es in den nächsten Beiträgen über „101 Referate“ unterzubringen!

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